Prüfungsrecht im Schulrecht

Prüfungsrecht im Schulrecht 2018-07-19T14:25:35+00:00

Die Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte berät Sie bundesweit mit Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg zu allen Fragen im Bereich des Prüfungsrechts.

Die während der Schulzeit abzulegenden Prüfungen geben einen Nachweis über das im Laufe der Schulzeit erworbene Wissen und die erworbenen Fähigkeiten des Schülers. Die schulische Bewertung einer mündlichen oder schriftlichen Leistung des Schülers stellt dabei einen Verwaltungsakt einer Behörde dar. Sollte bei Ihnen der Verdacht entstehen, dass eine schulische Bewertung nicht ordnungsgemäß erfolgt ist, so besteht die Möglichkeit, gegen diesen Verwaltungsakt Widerspruch einzulegen.

Sinn und Zweck dieses Widerspruchs ist es, die Bewertung durch den Prüfer überprüfen zu lassen und den Prüfer zu einer reflektierten Entscheidung über die Prüfungsnote unter Einbeziehung der vom Prüfling vorgebrachten Aspekte zu bewegen.

Verfahrens- und Bewertungsfehler

Voraussetzung für eine erfolgsreiche Prüfungsanfechtung ist das Vorliegen von Verfahrens- oder Bewertungsfehlern bei der abgelegten Prüfung.

Eine abschließende Regelung der Verfahrensfehler bei einer Prüfung gibt es nicht. Exemplarisch sind hier jedoch zu nennen

  • Baulärm innerhalb oder außerhalb des Prüfungsgebäudes
  • Hohe Temperaturen oder unerträgliche Kälte innerhalb des Prüfungsraumes
  • Befangenheit einzelner Prüfer
  • Unklare oder fehlerhafte Aufgabenstellungen

Im Rahmen der Bewertung sind bestimmte rechtliche Vorgaben zu beachten.

Dem Bewertungsspielraum des Prüfers steht immer auch der Antwortspielraum des Prüflings gegenüber. Damit ist gemeint, dass jede Prüfungsaufgabe nicht nur eine „richtige“ Lösungsmöglichkeit bietet. Vielmehr ergeben sich häufig mehrere verfolgbare Lösungsansätze. Wertet ein Prüfer eine etwas andere Ansicht des Prüflings als falsch oder nicht vertretbar, obwohl der Prüfling seine Lösung mit haltbaren Argumenten unterfüttert und folgerichtig darstellt, so liegt ein Bewertungsfehler vor.

Zudem unterliegt die Bewertung dem Gebot der Sachlichkeit. Gegen dieses wird verstoßen, wenn der Prüfer in seiner Bewertung polemisiert oder den Prüfling schmäht. Dabei sind jedoch der verwendete Wortlaut und der Kontext der Äußerung zu beachten.

Letztlich darf der Prüfer in seine Bewertung weder sachfremde Erwägungen einfließen lassen, noch darf er willkürlich bewerten.

Werden diese Vorgaben missachtet, so liegt ein Bewertungsfehler vor und die Erfolgsaussichten der Prüfungsanfechtung steigen.

Im Rahmen des Prüfungsrechts beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig damit, gegen das Nichtbestehen einer Prüfung vorzugehen oder bei Nichtbestehen einer Prüfung eine Notenverbesserung zu erreichen. Häufig werden wir dabei im Rahmen des Abiturs oder des Mittleren Schulabschlusses (MSA) tätig.

Die Berliner Kanzlei BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte steht Ihnen bei allen prüfungsrechtlichen Fragen beratend zur Seite und vertritt Ihre Interessen sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich.

Gerne können Sie zu diesem Zweck einen kurzfristigen Termin an einem unserer Berliner Standorte vereinbaren.

Der Bereich des Schulrechts wird maßgeblich betreut von Herrn Rechtsanwalt Marian Lamprecht, Dezernatsleiter und Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Herrn Rechtsanwalt Michael Kruschinsky.