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Erfahrungen & Bewertungen zu BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte PartG mbB


Erfahrungen & Bewertungen zu BUSE HERZ GRUNST Rechtsanwälte PartG mbB

Studienplatz einklagen in Sachsen-Anhalt?
So wird es ein Erfolg!

Die Studienplatzklage gewinnt unter Studieninteressierten in Deutschland zunehmend an Beliebtheit. Mehr und mehr Schulabsolventinnen und -absolventen bedienen sich dieses Instruments, um den Fuß in die Tür der Universitäten und Hochschulen zu bekommen. Hochschulverwaltungen und Verwaltungsgerichte sind bereits mit der Klage vertraut. Aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Gegebenheiten von Land zu Land sollten Studienbewerberinnen und -bewerber jedoch bei ihrem Vorgehen rechtlichen Rat in Anspruch nehmen.

Universitäten und Hochschulen in Sachsen-Anhalt:

❘  Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)  ❘  Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)   ❘  Hochschule Harz  ❘   Hochschule Anhalt   ❘  Hochschule Magdeburg-Stendal   ❘

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU):
studieren bei Hallensern, Halloren und Hallunken

Die MLU zählt ungefähr 21.500 Studierende in ihren neun Fakultäten. Zu den Studiengängen gehören etwa Human- und Zahnmedizin, Psychologie, Pharmazie, Geographie, Biologie, Rechts-, Wirtschafts-, Politik-, Erziehungs-, Geo-, Agrar- und Sportwissenschaften. Die Volluniversität ist international mit Universitäten wie der University of Florida, der Arab European University und der University Yerevan verknüpft. An-Institute der MLU sind beispielsweise das Interdisziplinäre Wissenschaftliche Zentrum Medizin-Ethik-Recht (MER) und das Interdisziplinäre Zentrum für Nutzpflanzenforschung (IZN).
Der Hochschulsport der MLU ist breit aufgestellt mit Angeboten wie Autogenes Training, Yoga, Reiten, Segeln und Tischfußball. Die Gebäude der Uni verteilen sich in Halle über das gesamte Stadtgebiet. Die Stadt Halle ist von der Saale durchzogen und von schönen Landschaftsschutzgebieten wie der Saale-Elster-Aue umgeben. Die Kulturstadt ist reich an Opern, Theatern, Orchestern und Bühnen. Der zweite Standort Wittenberg liegt am Nordufer der Elbe. Mehrere Gebäude in der Wittenberger Altstadt genießen UNESCO-Welterbe-Status. Entlang der Wittenberger Kulturmeile in der historischen Altstadt sind viele Kulturstätten zu finden.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU):
Studieren an der Elbe

Die Universität Magdeburg (OVGU) ist eine der jüngsten Unis der Bundesrepublik. Die OVGU hat etwa 14.000 Studierende in zahlreichen Studiengängen an neun Fakultäten, wobei die Profilschwerpunkte in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in der Medizin liegen. Studiengänge sind beispielsweise Humanmedizin, Psychologie, Sportwissenschaften, Bildungswissenschaft, Internationales Management, Medienbildung und Philosophie. Zu den Besonderheiten gehören etwa das Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS). Der Bestand der Bibliothek umfasst ungefähr 1.2 Millionen Bände.

Im Sprachenzentrum werden Kurse in über einem Dutzend Sprachen angeboten, etwa Arabisch, Englisch und Chinesisch. Der Campus der OVGU befindet sich in recht zentraler Lage der Stadt Magdeburg, zwischen Alter Neustadt und Elbe. Die Universitätsstadt zeichnet sich durch seine Naturnähe an den Elbufern, dem kulturellen Reichtum durch Theater wie der Grünen Zitadelle und viel Fahrradverkehr aus.

Hochschule Harz:
Studieren am Fuße des höchsten Gebirges Norddeutschlands

An der Hochschule Harz – Hochschule für angewandte Wissenschaften sind ungefähr 3.000 Studierende in knapp 40 Studiengängen immatrikuliert, wie zum Beispiel Medieninformatik, Öffentliche Verwaltung, Verwaltungsökonomie, Tourismusmanagement, Wirtschaftspsychologie, International Business Studies und International Tourism Studies. Die Hochschule Harz zeichnet sich durch einen praxisnahen Unterricht auf hohem Niveau in Kleingruppen, einen familiären Campus und ein enges Betreuungsverhältnis aus. Zu den Partnerhochschulen gehören neben zahlreichen Einrichtungen in der EU Adressen in Australien, China, Indonesien, Russland und den USA.

Die Hochschule Harz hat zwei Standorte: einen in Wernigerode und einen in Halberstadt. Wernigerode, die bunte Stadt am Harz, zeichnet sich durch ihre Naturnähe aus. Der Brocken, höchster Berg im Harz, ist von hier zu Fuß gut zu erreichen. Die Chorstadt verfügt über eindrucksvolle Gebäude, wie dem Wernigeröder Schloss. Unweit von Wernigerode liegt Halberstadt, die größte Stadt des Landkreises Harz.

Hochschule Anhalt:
moderne Fächer, praxisorientiertes Studieren

An der Hochschule Anhalt sind fast 8.000 Studierende, davon 2.000 aus dem Ausland, eingeschrieben. Die Hochschule bietet Studiengänge wie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Naturschutz und Landschaftsplanung, International Business, Architektur, Vermessung und Geoinformatik, Biomedizinische Technik, Medientechnik, Bio- und Lebensmitteltechnologie an. Zu den Besonderheiten der Hochschule Anhalt gehören Projektarbeiten aus der Anwendung und praxisorientierte Abschlussarbeiten, kleine Studiengruppen und E-Learning.

Die Hochschule hat Standorte in Bernburg (Saale), Dessau-Roßlau und Köthen. Die Umgebung der drei Städte zeichnet sich etwa durch eine ausgedehnte Auenlandschaft und ein Biosphärenreservat an der Elbe aus.

Hochschule Magdeburg-Stendal:
Ausrichtung der Lehre an den Bedarf der Gesellschaft

Zur Hochschule Magdeburg-Stendal gehören etwa 5.500 Studierende in Studiengängen wie Angewandte Kindheitswissenschaften, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Gebärdensprachendolmetschen, Journalismus, Rehablitationspsychologie, Soziale Arbeit und Wasserwirtschaft. Die Hochschule versteht sich als lebendige, sich stetig entwickelnde Hochschule, die Forschung und Lehre in hoher Qualität in vielfältigen Bereichen an Bedarf von Gesellschaft und Wirtschaft ausrichtet. Mehr als 100 Sportangebote stehen an den beiden Standorten Magdeburg und Stendal zur Verfügung. Die Universitätsstadt Magdeburg zeichnet sich durch seine Naturnähe an den Elbufern, dem kulturellen Reichtum durch Theater wie der Grünen Zitadelle und viel Fahrradverkehr aus. Die historische Hansestadt Stendal ist durch seine Lage inmitten der Kulturlandschaft Altmark geprägt.

Hohe Zulassungshürden, Abi-Zulassungsgrenze 1,1 – was sind die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium in Sachsen-Anhalt?

Oftmals ist die Anzahl der Studienplätze in Sachsen-Anhalt aber begrenzt, weshalb nur ein Teil der Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen wird. Die Zulassungsgrenzen der jeweiligen Hochschulen geben Rückschluss auf die Bewerber-Zulassungs-Situation.

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): Einser-Abi u. a. in Psychologie, Ernährungswissenschaften, Business Economics, Erziehungswissenschaft und vielen Lehramtsfächern verlangt

An der MLU entscheidet in den meisten Fällen die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung über Erfolg und Misserfolg der Studieninteressierten bei ihren Bewerbungen. Im Wintersemester 2020/21 betrugen die entsprechenden Grenzwerte in den Studiengängen Geographie, Chemie, Sozialkunde und Geschichte als Lehramt an Gymnasien 1,1 / 1,2 / 1,3 und 1,4 (in genannter Reihenfolge). In Ernährungswissenschaften war es ebenfalls nicht einfach: 1,5 betrug dort die geforderte Note. Ähnlich streng war es bei Business Economics (1,7), Erziehungswissenschaft (1,9), Politikwissenschaft und Soziologie (je 2,0) und Evidenzbasierte Pflege (2,1). Auch über die Wartezeitquote wurde ein (kleinerer) Teil der Plätze vergeben. In Ernährungswissenschaften wurden acht Wartesemester verlangt, wobei mindestens ein Abischnitt von 1,9 vorgelegen haben musste. In Erziehungswissenschaft waren es bereits zwölf Wartesemester bei einem Schnitt von mindestens 2,9. Am längsten mussten sich Studieninteressierte in Psychologie gedulden: bis zu 16 Wartesemester wurden ihnen abverlangt, wenn zusätzlich der Abischnitt mindestens 2,5 betrug.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU): Zulassungsgrenze in Psychologie

An der OVGU bewarben sich im Wintersemester 2020/21 im Studiengang Psychologie knapp 1.300 Studieninteressierte auf 65 NC-Plätze. Das Verhältnis zwischen Bewerbern und Plätzen lag somit bei ungefähr 1 zu 20. Nur 5 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber wurden über diese Quote zugelassen. Die Durchschnittsnote lag bei 1,5. Alternativ gelang der Zugang über 14 Wartesemester.

Hochschule Harz: sieben zulassungsbeschränkte Bachelorstudiengänge

An der Hochschule Harz sind aktuell sieben Studiengänge im Bachelorstudium zulassungsbeschränkt: Medieninformatik, Öffentliche Verwaltung, Verwaltungsökonomie, Tourismusmanagement, Wirtschaftspsychologie, International Business Studies und International Tourism Studies. In Wirtschaftspsychologie werden jährlich nur 45 Studienplätze vergeben. Dabei lagen die Bewerberzahlen in den vergangenen Jahren bei 500 bis 600. Die Bewerber-Zulassungsquote beträgt gewöhnlich also ca. 1 zu 12. Der geforderte Notenschnitt lag zwischen 1,4 und 2,0. Bei der Auswahl nach Wartezeit wurden um die zehn Wartesemester gefordert.

Hochschule Magdeburg-Stendal: Dolmetschen, Psychologie u. a. zulassungsbeschränkt

An der Hochschule Magdeburg-Stendal sind aktuell die Studiengänge Kindheitspädagogik (Praxis, Leitung, Forschung), Soziale Arbeit, Gebärdensprachdolmetschen und Rehabilitationspsychologie, Gesundheitsförderung und -management, Journalismus und Rehabilitationspsychologie in der Zulassung beschränkt. So lag der Grad der Qualifikation bei Gebärdensprachdolmetschen bei 1,5 und bei Rehabilitationspsychologie bei 1,7. Über die Wartezeitquote kamen nur Studieninteressierte mit acht bis 16 Wartesemestern an einen Platz. Bei Soziale Arbeit mussten mindestens ein Abischnitt von 2,5 und vier Wartesemester bzw. ein Schnitt von 2,7 und acht Wartesemester mitgebracht werden. Bei Kindheitspädagogik lag die Qualifikation bei 2,8 und zwei Semestern.

Wird sich die Situation bei der Studienbewerbung entspannen?

Eine Verbesserung der Zulassungssituation in Sachsen-Anhalt ist momentan nicht in Sicht. Die Attraktivität der Universitäten und Hochschulen führt eher noch dazu, dass sich die Bedingungen weiter verschärfen. Immer mehr junge Menschen verlassen die Schule mit der Hochschulreife, weshalb die Situation an den Hochschulen von Jahr zu Jahr kompetitiver wird. Universitäten und Hochschulen in Sachsen-Anhalt gelingt es mitunter wegen der schlechten Haushaltslage nicht, Studienplätze in befriedigendem Maße bereitzustellen.

Humanmedizin: wieso sind die Zulassungsvoraussetzungen so streng?

Neben Psychologie sticht der Studiengang Humanmedizin in der Hochschullandschaft hervor, wenn es um die Situation von Studienplatzknappheit geht. Keine nennenswerten Entwicklungen sind zu verzeichnen, wenn man sich die Zahl der bereitgestellten Studienplätze in Medizin in den vergangenen zwei Jahrzehnten anschaut. Dabei hat sich die Masse an Bewerberinnen und Bewerbern im selben Zeitraum mehr als verdoppelt. Darum ist es für viele junge Menschen heutzutage nahezu unerreichbar, über die Abiturbestenquote (AbiQ) an einen Studienplatz in Humanmedizin zu kommen. Lagen die Auswahlgrenze um 2000 noch bei bis zu 2,2, erscheint dies heute unvorstellbar. Seit mehreren Jahren ist eine Zulassungsgrenze von 1,0 bis 1,2 zum absoluten Standard geworden. Und solch ein exzellenter Abischnitt gelingt vielerorts in Deutschland nur 1 % der Absolventinnen und Absolventen. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre beruflichen Träume nicht aufgeben wollen, steigt damit der Leistungsdruck immens.

Studienplatzklagen: aus welchen Gründen lohnt sie sich?

Eine Möglichkeit, sich dem miesen Aussieben zu entziehen, ist die Studienplatzklage in Sachsen-Anhalt. Studienplatzklagen haben keine Auswirkungen für das jeweils bereits abgeschlossene Auswahlverfahren, d.h. anderen Studierenden werden dadurch Studienplätze nicht wieder entzogen. Es wird lediglich geschaut, ob über die bereits erfolgten Zulassungen zusätzliche Kapazitäten an den Universitäten und Hochschulen zur Unterbringung weiterer Erstsemester bestehen. Bei der Kapazität ist das Verhältnis von Lehrangebot und -nachfrage genau unter die Lupe zu nehmen. Beim Lehrangebot sind etwa alle Pflichtveranstaltungen und -betreuungen der Dozenten in der jeweiligen Fakultät unter Berücksichtigung etwaiger Reduzierungen (z. B. für das Dekanat) zu summieren. Auch ein sog. Schwundausgleichsfaktor ist zu bilden: die Zulassungszahl muss die voraussichtliche, erfahrungsgemäße Studienabbrecherquote berücksichtigen. Die Abbrecherquote in Deutschland verdeutlicht die Relevanz des Faktors: Aktuell beendet in Deutschland im Bachelorstudium mehr als jeder Vierte das Studium ohne Abschluss.

Wann müssen Universitäten und Hochschulen zusätzliche Kapazitäten schaffen?

Die Hochschulbetriebe sind an das Grundrecht der Berufsfreiheit, das Sozialstaatsprinzip und den Gleichheitssatz gebunden und müssen daher ihre Lehrbetriebskapazitäten voll ausschöpfen. Im Wege von Studienplatzklagen findet eine Überprüfung der tatsächlichen Ausschöpfung statt. Studienplatzklagen haben somit eine systemrelevante Kontrollfunktion inne.

Können Studienplatzklagen einen Beitrag zur Verbesserung der prekären Situation an den Hochschulen leisten?

Studienplatzklagen sind in ihrer Gesamtheit Impulse für die Politik, dringende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an den Universitäten und Hochschulen nicht weiter aufzuschieben. Die Klagen offenbaren, dass ein Bedarf an dem kontinuierlichen Ausbau des Studienplatzangebots besteht.

Insbesondere im Studiengang Humanmedizin sind Vorkehrungen längst überfällig. Die Alterung der Gesellschaft und der Mangel an Fachkräften im medizinischen Bereich verdeutlichen, dass ein Paradigmenwechsel stattfinden muss. In diesem Sinne ist der Landtagsbeschluss in Hessen, nach dem ab dem Wintersemester 2021/22 die Kapazität im Studiengang Humanmedizin um 26 Plätze (10 %) erhöht wird, ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Bereits in den 70er Jahren begann die Etablierung der Studienplatzklagen, nach dem das Bundesverfassungsgericht sich im sog. „Numerus-clausus-Urteil“ zur Vergabe von Studienplätzen (BverfGE 33, 303) äußerte. Von daher haben sich Hochschullandschaft und Rechtsprechung längst an Studienplatzklagen gewöhnt. Studienplatzklagen haben ihren Seltenheitswert längst verloren.

Was ist bei Studienplatzklagen in Sachsen-Anhalt zu beachten?

In Sachsen-Anhalt gibt es wie sonstwo auch landesrechtliche Besonderheiten im Rahmen der Studienplatzklage. Eine kompetente anwaltliche Hilfe mit Fachbezug ist daher unabdingbar. Klagen können nur Deutsche, EU-Angehörige und Bildungsinländer. In Sachsen-Anhalt ist keine Studienplatzklage möglich, wenn der Studiengang irgendwo anders zulassungsfrei angeboten wird. Bereits eine inkorrekte Bewerbung hat das Fehlen des Rechtsschutzbedürfnisses zur Folge. Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern mit einer relativ frühen Frist. Daher sind dort auch etwas weniger Kläger und Klägerinnen anzufinden. Im Gegensatz zu anderen Universitäten ist die Uni Halle häufig anwaltlich vertreten. Ist eine Uni nicht anwaltlich vertreten, hat dies Auswirkungen auf die Vefahrensstrategie. Bei den Hochschulen Harz, Anhalt und Magdeburg-Stendal gibt es erfahrungsgemäß nur sehr wenige Klägerinnen und Kläger, die dann aber auch relativ häufig Erfolg haben.

Was ist wichtig, wenn Studienplatzklagen in gerichtliche Vergleiche münden?

Wenn die Universitäten in Sachsen-Anhalt bei Studienplatzklagen keine anwaltliche Vertretung haben, kommt es häufiger zu Vergleichen vor Gericht. Dadurch kann das Verfahren beschleunigt und weitere Kostenrisiken ausgeschlossen werden. Anwaltliches Gespür und Geschick sind hier gefragt.

Die Charakteristika in Sachsen-Anhalt zeigen nur exemplarisch, dass eine Studienplatzklage nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Aus anwaltlicher Perspektive gilt der Erfahrungssatz: je früher sich Schülerinnen und Schüler um die Zukunftspläne kümmern und diese in anwaltlicher Rücksprache abstimmen, desto größer sind die Erfolgschancen. Werden Anwälte mit gewissem Vorlauf vor dem Abitur kontaktiert, kann man sich bessere Möglichkeiten ausrechnen.

Wann muss die Studienplatzklage spätestens ins Rollen gebracht werden? Der Ablehnungsbescheid der Wunschuni oder -hochschule gibt Hinweis

Wenn der Ablehnungsbescheid vorliegt, ist Zeit zum Handeln. Spätestens dann ist dringend ein Anwalt, bestenfalls mit Expertise im Verwaltungsrecht, zu kontaktieren.

Die Einschätzung der Klageaussichten kann durch ein gemeinsames Vorgehen vorgenommen werden. Der jeweils angestrebte Studiengang und der Rangplatz auf der Bewerberliste sind dafür maßgebliche Faktoren.

Ein kompetenter und erfahrener Rechtsanwalt wird seiner Mandantin bzw. seinem Mandanten von einer Klage abraten, wenn diese von vornherein aussichtslos sein sollte.