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Studienplatz einklagen in Hamburg?
So wird es ein Erfolg!

Tausende Studienbewerber klagen mittlerweile jährlich in Deutschland auf einen Studienplatz. Gerichte und Universitäten sind bereits mit diesem Verfahren vertraut. Dennoch gibt es bei der Studienplatzklage diverse landesspezifische rechtliche Besonderheiten zu beachten, die ein Vorgehen durch eine fachkompetente anwaltliche Betreuung unabdingbar machen.

Hochschulen in Hamburg:

❘  Universität Hamburg  ❘  HAW Hamburg  ❘

Die Universität Hamburg gehört zu den beliebtesten Hochschulen in Deutschland. Nicht zuletzt ihr Prädikat als Exzellenzuniversität, ihr außerordentlich gutes Abschneiden in internationalen Rankings und ihre breite Aufstellung mit über 170 Studiengängen locken jährlich um die zehntausend Studienanfänger aus ganz Deutschland und aller Welt in den Norden.

Es ist auch die lebhafte, pulsierende Metropole an der Elbe als solche, in derem Herzen die Universität liegt. Hamburg gilt aufgrund seiner hohen Lebensqualität als lebenswerteste Stadt in Deutschland. Die Campus befinden sich eingerahmt zwischen Alstersee, Sternschanze und Botanischem Garten in bester Gesellschaft diverser Ausgeh-, Entspannungs- und Freizeitmöglichkeiten.

Ebenfalls im Zentrum gelegen, auf der anderen Seite der Alster, befindet sich der Zentrale Campus der HAW Hamburg. Mit ihren vier Fakultäten, knapp 40 Studiengängen und etwa 17.000 Studenten gehört sie zu den Top 3 in der deutschen Fachhochschullandschaft. Die HAW Hamburg zeichnet sich insbesondere durch eine exzellente Lehrqualität, den Ansatz reflektierter Praxis und eine hohe Vielfalt aus.

Hohe Studienzulassungshürden: Abi-Schnitt 1,0 – Ohne Studienplatzklage sind es sehr oft viele Wartesemester

Doch nur eine begrenzte Zahl von Bewerbern kommt in den Genuss der Perle des Nordens. Die Beliebtheit der Hochschulen spiegelt sich in einem Kontrast zwischen Studienbewerbern und Studienplätzen wider: An der Universität Hamburg standen im Studienjahr 2019 einem Studienplatz im Durchschnitt gut vier Bewerber gegenüber. Besonders drastisch ist die Bewerber-Studienplatz-Quote in Traditionsfächern wie Jura, Human- und Zahnmedizin sowie BWL. Im Wintersemester 2019/20 lag sie bei den genannten Fächern jeweils bei ungefähr 1 zu 7. Die Spitze der umkämpftesten Studiengänge bilden aber andere: In der Psychologie kamen im vergangenen Jahr 143 Plätze auf sagenhafte 4.423 Bewerber (1 zu 31) und in Medien- und Kommunikationswissenschaften gerade einmal 42 auf 1.602 Bewerber (1 zu 38).

Hauptnadelöhr der Studienplatzvergabe bleibt dabei der Numerus Clausus. Für etliche Fächer sollen es an die Uni Hamburg nur Abiturabsolventen mit Glanznoten schaffen dürfen: Medien- und Kommunikationswissenschaft (1,5), Psychologie (1,4), Zahnmedizin (1,3) und Humanmedizin (1,0). Nur ein paar Prozent von Deutschlands Schülern gelingt ein solches Kunststück im Abi.

Auch bei der HAW Hamburg lag die NC-Latte im vergangenen Jahr häufig weit über dem Schnitt: für angewandte Informatik und Gesundheitswissenschaften brauchte es 2020 je einen Schnitt von 2,4. Für Soziale Arbeit gar 2,0. Alternativ wäre man in allen drei Fächern mit 16 Wartesemestern (fast ein ganzes Jahrzehnt) in das Studium gekommen.
Die seit langer Zeit kontinuierlich steigende Abiturientenquote lässt erahnen, dass der Run auf die Plätze nicht aufhören wird und der Druck an den Eingangstoren der Hochschulen noch weiter zunimmt.

Die Studienplatzklage: Freund der Studierenden, Freund der Verfassung

Doch durch diese hochkompetitive Ausgangssituation sollten sich potentielle Bewerber mit ‘schlechteren‘ Noten nicht gleich ins Bockshorn jagen lassen. Nicht selten kann der Traumstudienplatz mithilfe der Studienplatzklage doch noch erreicht werden. Die Studienplatzklage ist besser als ihr Ruf, schließlich werden durch dieses Rechtsschutzmittel nicht anderen Studierenden potentielle Plätze weggenommen. Im Gegenteil, erfolgreiche Studienplatzklagen schaffen zusätzliche Kapazitäten und decken Berechnungsfehler der Universitäten auf.

Damit erfüllen sie sogar eine verfassungsdienende Funktion. Schließlich ist es die Pflicht der Hochschulen, dem Recht auf Bildung durch eine Ausschöpfung vorhandener Kapazitäten nachzukommen. Insofern haben Studienplatzklagen eine demokratiefördernde Kontrollfunktion. Studienplatzkläger sind auch längst keine Exoten mehr unter den Studienbeginnern: Tausende Studienbewerber klagen mittlerweile jährlich in Deutschland auf einen Studienplatz. Gerichte und Universitäten sind bereits mit diesem Verfahren vertraut.

Besonderheiten für die Studienplatzklage in Hamburg: auf Bewerbungen und Fristen achten

Dennoch gibt es bei der Studienplatzklage diverse landesspezifische rechtliche Besonderheiten zu berücksichtigen, die ein Vorgehen durch anwaltliche Betreuung unabdingbar machen. In der Hamburger Rechtsprechung etwa hat sich der Grundsatz entwickelt, dass für eine erfolgreiche Klage auf einen Platz in einem der Traditionsfächer Human-, Zahnmedizin und Pharmazie der Nachweis der Bewerbung bei mindestens acht Universitäten erbracht werden muss. Für weniger ambitionierte Bewerberinnen und Bewerber stehen die Karten von vornherein schlecht, es sei denn, es können besondere Gründe für einen ortsgebundenen Studienplatz in Hamburg geltend gemacht werden.

In anderen Studiengängen muss für eine Aussicht auf einen Studienplatz eine ordnungsgemäße Bewerbung mit anschließender Einreichung von Rechtsmitteln gegen die Ablehnung vorgelegen haben. Diese beiden Umstände zeigen beispielhaft, dass im Rahmen einer Studienplatzklage viele für Laien unbekannte und komplexe Hürden aufgestellt werden, die mithilfe eines kompetenten Anwalts genommen werden sollten. Schließlich möchte niemand im Rennen um die Studienplätze bereits beim Startschuss disqualifiziert werden und so aus dem Rennen ausscheiden.

Je früher sich potentielle Studienplatzkläger*innen bei einem Anwalt bzw. einer Anwältin melden, desto besser. Bereits während des Abiturs lohnt sich die Kontaktaufnahme, um die Chancen der Klage abzuschätzen und gegebenenfalls passgenaue Strategien zu entwickeln. Dabei sind insbesondere die teils nach Studiengang variierenden Bewerbungsfristen für die Studienplätze im Auge zu behalten.

Spätestens bei Vorliegen des Ablehnungsbescheides sollte ein Fachanwalt für Verwaltungsrecht mit Spezialisierung auf Studienplatzklagen kontaktiert werden. Mit diesem gilt es dann gemeinsam abzuschätzen und auszuloten, welche Aussichten eine Klage hat. Dies ergibt sich insbesondere nach dem individuellen Rangplatz im Bewerbungsverfahren.

Ein kompetenter Anwalt wird seiner Mandantin bzw. seinem Mandanten nicht zu einer Klage raten, wenn diese von vornherein völlig aussichtslos ist.